Unser Vereinswochenende in der Sportschule Osterburg

Ruderer on Tour – Sport-WE in Osterburg

 

Unsere vorletzte winterliche Aktivität war vom 17.-19.03. wieder einmal unser sportliches Wochenende in Osterburg. Daran teilgenommen haben mehr als 22 Mitglieder unseres Vereins. Angemeldet waren sogar noch mehr. Jedoch krankheitsbedingt reduzierte sich dann die Teilnehmeranzahl. Wir haben uns wieder in die Landessportschule Osterburg begeben und haben dort von Freitag bis Sonntag trainiert, uns gequält oder es uns einfach nur gut gehen lassen. In den unterschiedlichsten Formen haben wir dort gemeinsam die Zeit verbracht. Unsere Beate hatte sich im Vorfeld um das Organisatorische gekümmert und sich um das Freizeitprogramm Gedanken gemacht. Entsprechende Reservierungen ermöglichten uns die ungestörte Nutzung von z.B. dem Mattenraum für das FoG (Fit ohne Geräte), aber auch dem Kraftraum. Bei diesem bekamen wir vom hiesigen Personal fachkundige Erklärungen zu den einzelnen Fitness- und Kraftgeräten. Ebenso hatten wir einen festen Termin für die größtenteils alleinige Nutzung der Schwimmhalle. Natürlich dürfte unser Ruderboot nicht fehlen. Wer wollte konnte, bei dem wohltemperierten Wasser, entspannte Kenter- und Sicherheitsübungen vornehmen. Auf Grund der ebenfalls zu diesem Zeitpunkt im Schwimmbad befindlichen Kanuten entwickelte sich diese Stunde zu einer recht interessanten Kennlernrunde. Die dort aktiven Kanuten haben uns ihre Boote ausprobieren lassen und wir ihnen unser Ruderboot. Wir zwängten uns in Ihre Kanus und die Kanuten wiederrum setzen sich in unseren schmalen Renneiner. Es lag aber in der Natur der Sache, das wir gegenseitig eher mit dem Überwasserbleiben als mit dem Vortrieb beschäftigt waren. Auch wenn das sportliche an diesem Wochenende im Vordergrund stand, so blieb natürlich nicht das Beisammensein, insbesondere das „Gemütliche“ auf der Strecke. So wurden Spaziergänge unternommen, aber auch Samstagabend die Kegel auf der Asphaltbahn um geworfen. Ob Breitensportler oder Leistungssportler, ob jung oder alt, es boten sich für alle eine Vielzahl von möglichen Betätigungsfeldern. So unterschiedlich auch unsere Mitglieder und ihre Interessen sein mögen, es macht unwahrscheinlich Spaß mit dieser bunt gemischten Truppe unterwegs zu sein.

Mitgliederversammlung 2017: Die Mitglieder blicken auf ein „normales Jahr“ zurück

Nach dem Buga-Jahr mit der erfolgreichen Ruderregatta hat die Ruderriege Havelberg 2016 ein normales Jahr, ohne spektakuläre Sportveranstaltungen oder Baumaßnahmen erlebt. Das könnte sich in diesem Jahr jedoch ändern, wenn das Projekt Bootshausanbau Realität werden sollte. Auf der Mitgliederversammlung in Havelberg zog der Vorsitzende der Ruderriege Mathias Schulz Bilanz über das vergangene Jahr.
Zu Jahresbeginn war der Vorstand neu gewählt und die Neufassung der Satzung beschlossen worden. Die Aufgaben wurden neu verteilt. „Die Arbeit des Vorstands erfolgt kontinuierlich, konstruktiv und aufgabenorientiert“, schätzt der Vorsitzende ein. Das normale Geschäft ist geprägt von Finanzen, Jugendtraining, Veranstaltungen und Gästebetreuung. Erneuert wurde die Internetpräsentation des Vereins. Die Ruderkilometerstatistik erfuhr durch die Einführung eines elektronischen Fahrtenbuches eine Vereinfachung.
Mit Blick auf die Finanzen sprach Mathias Schulz von einer positiven Entwicklung der Einnahmen- und Ausgabenseite. In diesem Zusammenhang bedankte er sich bei allen, die finanziell unterstützt haben, wie zum Beispiel beim Kreissportbund, der Sparkasse, den Spendern sowie Ines Karp, die T-Shirts gesponsert hatte. Auch selbständig ausgeführte Arbeitsleistungen etwa bei Reparaturen am Bootshaus sparen Ausgaben.
Deutsche Vizemeisterin
Positiv hat sich auch die Mitgliederzahl entwickelt. „Wir verzeichnen einen leichten Anstieg. Insgesamt haben wir vier Mitglieder mehr als vor einem Jahr, davon sind zwei unter 18 Jahre alt.“ Zur Jugendarbeit sagte der Vorsitzende, dass dies der zeit- und arbeitsintensivste Bereich ist, in dem es öfter Zu- und Abgänge gibt. Erfreulich: „2017 gehen wir mit vier neuen Nachwuchssportlern an den Start. Die jungen Ruderer haben an zehn Wettkämpfen, davon acht Ruderregatten, teilgenommen. 28 Siege, sechs zweite und drei dritte Plätze sind die stolze Bilanz von acht Sportlern. Der Nachwuchs nahm zudem an vier Ferienfreizeiten und Trainingslagern teil. Erfolgreichste Sportlerin ist Pauline Rauls, die sich 2016 den Titel Deutsche Vizemeisterin holte.“ Unterstützung soll es künftig für Trainer Torsten Rauls etwa durch Mithilfe bei der Organisation der Kreis-, Kinder- und Jugendspiele, Vorstellung in Schulen und Beteiligung am Kindertag im Schwimmbad geben.
14 714 Gesamtkilometer
Mit Blick auf den Breitensport innerhalb des Vereins berichtete Mathias Schulz von zahlreichen Veranstaltungen und Aktivitäten mit sehr hoher Beteiligung der Mitglieder. Die Gesamtkilometerleistung liegt bei 14.714 Kilometern. „Damit liegt die Talsohle hinter uns, wir können einen leichten Anstieg verbuchen.“
Neu war im vorigen Jahr auf Vorschlag der älteren Mitglieder die Garz-Rudertour mit Übernachtung in den Havelhöfen. Auch in diesem Jahr soll diese Tour unbedingt wiederholt werden. „Ruderpotenzial ist vorhanden. Wir können uns mehr zutrauen, wie das Beispiel Garz oder das An- und Abrudern zeigen“, ermuntert Mathias Schulz zu mehr Ruderfahrten.
Für die kältere Jahreszeit bleibt „Fit ohne Geräte“ die wichtigste Winteraktivität. Hier dankte er den Wassersportlern für die Nutzung ihres Mattenraumes.
Zum Bootsbestand berichtete der Vorsitzende, dass dieser durch Aussortieren reduziert wurde. So wurden überalterte und nicht mehr genutzte Wanderruderboote verkauft. Alte Rennboote gingen als Bootsspende nach Ungarn. Ein Wanderruderboot wurde neu angeschafft – ein Boot für die Anfängerausbildung, das als Zweier mit Steuermann und Dreier ohne Steuermann genutzt werden kann. Die Taufe findet zum Anrudern am 25. März statt. Der Zweier „Georg Kohlbach“ wurde generalsaniert. Für 2017 steht der Kauf eines Rennzweiers im Plan. Eine Zuwendung durch Lotto Toto ist bereits bewilligt.
Reparaturen vorgenommen
Zu den Reparaturen im Domizil auf der Spülinsel gehörten im vorigen Jahr die Dach- und Deckensanierung an einem Bungalow, die Farbbeschichtung der Gästebungalows, Montage von Außenbeleuchtungen und die Schaffung einer weiteren Pflasterfläche vorm Schleppdach-Bootsaußenlager.
Der Vorsitzende bedankte sich bei allen Mitgliedern und dem Vorstand für das ehrenamtliche Engagement und die geleisteten Arbeiten.
In einem weiteren Tagesordnungspunkt befassten sich die Ruderfreunde mit dem geplanten Anbau an das Bootshaus. „Wir verbinden damit viele Vorteile und Nutzungsmöglichkeiten. So können wir Umkleideräume schaffen, den Kraftraum vergrößern, einen Mehrzweckraum für Gymnastik, Ruder- und Fahrradergometer und Versammlungen einrichten“, erklärt Mathias Schulz und berichtet von derzeit sehr beengten Bedingungen. Um EU-Fördergelder für den Sportstättenbau beim Landesportbund zu beantragen, wurden Entwurfspläne erarbeitet. Gerechnet wird mit Kosten von knapp 90 000 Euro. Mit einer Entscheidung dazu ist frühestens im März zu rechnen. „Mit unserem Antrag haben wir lediglich die Zuwendungsreife erreicht. Im Falle einer Bewilligung werden wir eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen, um dann über das Wie und mögliche Vorschläge aus der Mitgliedschaft zu sprechen, die gegebenenfalls mit in die Ausführungsplanung einfließen können.“
Dem Bootshausanbau haben die Mitglieder auf der Versammlung mit großer Mehrheit zugestimmt. Es gab lediglich zwei Enthaltungen.

Wie beengt die Räumlichkeiten im Domizil der Ruderriege sind, zeigt dieses Foto von der Mitgliederversammlung. Noch sind Versammlungs-, Küchen- und Umkleideraum eins.
Text: Volksstimme, Andrea Schröder, Foto: Ruderriege Havelberg