Gute Ergebnisse bei der Landesmeisterschaft der Ruderer

Mit mehreren Medaillen im Gepäck kehren die Ruderer an die Havel zurück.

Am vergangenen Wochenende (17./18. Juni 2017) fanden die 27. Landesmeisterschaften des Ruderverbandes Sachsen-Anhalts, wie immer auf dem Zschornewitzer See statt.

Leider reiste in diesem Jahr nur eine sehr kleine Mannschaft aus der Domstadt zu den Titelkämpfen auf der „Gurke“, wie in Ruderkreisen der Zschornewitzer See genannt wird, an.  Die Mannschaft bestand lediglich aus Pauline Rauls und Elias Leue, die den Kinder- und Jugendbereich vertraten, sowie aus dem Vorsitzenden Mathias Schulz und Beate Gädeke.

Am ersten Wettkampftag ging Elias zweimal im Doppelvierer an den Start. Zuerst fuhr er in einer Renngemeinschaft mit Bernburg und Schönebeck im Jungen-Doppelvierer der AK 11 und 12 und errang mit dieser Mannschaft die Bronzemedaille.

Der zweite Start von Elias erfolgte dann im Mix-Doppelvierer der AK 12 und 13. Hier war das Ziel mindestens den 4. Platz zu erreichen. Nach einem harten Kampf der Mannschaft, welche aus drei Bernburgern und einem Havelberger bestand, konnte dieses Boot im Ziel noch die Konkurrenten aus Magdeburg und Zschornewitz hinter sich lassen, sodass der angestrebte 4. Platz gesichert wurde und die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft im Kinderrudern geschafft war. Pauline Rauls startete am ersten Tag im Leichtgewichts-Juniorinnen-Einer der Altersklasse B. Trotz heftiger Sturmböen siegte sie souverän vor den Konkurrentinnen aus Magdeburg und Zschornewitz. Mathias Schulz und Beate Gädeke konnten an diesem Tag leider keinen Sieg erringen. Mit dem Gewinn der Silbermedaille im Masters Einer konnte sich Mathias jedoch einen Podestplatz sichern. Die Bronzemedaille im Zweier rundetet das Ergebnis ab. Am zweiten Wettkampftag startete Elias wiederum im Mix-Doppelvierer. Diesmal in der AK 11/12 sowie im Jungen-Einer der Ak 12. Im Vierer sah es lange Zeit so aus als könnte der Sieg errungen werden. Leider unterlief dem Schlagmann kurz vor dem Ziel ein Missgeschick, sodass das Boot kurzfristig stand und die Gegner aus Weißenfels vorbeifahren konnten. Die Moral der Truppe war jedoch so gut, dass durch kämpferischen harten Einsatz die Silbermedaille gesichert werden konnte. Im Einer belegte Elias in der Endabrechnung einen guten vierten Platz.

Auch Pauline ging an diesem Tag noch einmal an den Start. Sie errang zusammen mit einer Ruderfreundin aus Bernburg im Juniorinnen-Doppelzweier ihren zweiten Landesmeistertitel.

An dieser Stelle einen herzlichen Glückwunsch an die Siegerin und an alle Platzierten. Besonders freut sich der Trainer, dass es Elias Leue gelungen ist, sich für den Bundeswettbewerb, wie die Deutsche Meisterschaft im Kinderrudern genannt wird, zu qualifizieren. Daher kann die Ruderriege in diesem Jahr ein kleines Jubiläum feiern: denn seit nunmehr 10 Jahren sind wir bei diesem Wettbewerb ununterbrochen mit jungen Aktiven vertreten. Die ersten Erfolge stellten sich bereits 2008 und 2009 ein. Es gelang Pascal Gädeke und Sören Wulsch im Doppelvierer der AK 13 im Jahr 2008 den zweiten Platz zu belegen. Das gleiche Ergebnis erzielte Lisa Milbrecht eine Jahr später im Doppelvierer der AK 14. Auch 2010 konnte bei diesen Titelkämpfen Paul Krüger nochmals eine Silbermedaille errudern. Erfolgreichstes Jahr war das Jahr 2014. Hier konnten Sören Wolff und Vivien Putze jeweils im Vierer der Altersklasse 13 den Bundessieg für die Ruderriege verbuchen. Im vergangenen Jahr gelang es noch einmal die Vizemeistertitel an die Havel zu holen, welche 2016 Pauline Rauls im Leichtgewichts-Doppelzweier der AK 14 erkämpfte.

1. Juni – Kindertag

Den Kindern wurde zum Kindertag im Havelberger Schwimmbad wieder viel geboten.  Bei strahlenden Sonnenschein konnten interessierte Kinder auch in diesem Jahr das rudern in einem Sport-Ruderboot ausprobieren. Die Ruderriege Havelberg von 1909 e.V.  brachte dazu den Gig-Einer „Oder“ und den Renn-Einer „Lilly“ ins Schwimmbad mit.

Vielen Dank an die fleißigen Helfer.

Unsere Himmelfahrts-Wanderfahrt von Berlin-Spandau über Werder (H) – Plaue – Rathenow nach Havelberg

Bericht von Axel Zehrfeld, Rudervereinigung Dessau e.V.

Holger und Axel bei der Himmelfahrtstour von Berlin-Spandau nach Havelberg. Über 160 Kilometer gemeinsam mit Ruderern aus Havelberg und Tangermünde. VL Beate hatte wieder super organisiert.


Begonnen hatte es bei einem schönen Abend im Brauhaus Spandau mit lustiger Führung. Wobei niemand glaubte, dass der Herr schon einmal Bier gebraut hat.

 

 

   

Gestartet wurde am Himmelfahrtsmogen gegen 08.30 Uhr beim Märkischen Wassersportverein am Alt-Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal.

Über eine „Runde“ an der Zitadelle ging es über die Bootsrutsche zur Pfaueninsel und die erste kleine Pause kurz vor der Glienicker Brücke. Am Yachthafen Potsdam gab es lecker Essen und Potsdamer Stange. Das kurze Stück bis Werder (Havel) war dann schnell geschafft. Ein super Abendessen gab es im Fischrestaurant Arielle! Anschließend noch Live-Musik im Colonial Cafe.
Über die Zern-Seen ging es zum zeitigen Stop zum Fährhaus Ketzin.

 

Obwohl die Wirtschaft noch nicht geöffnet hatte, wurden wir zuvorkommend bedient. Da sich der Breitling- und Plauer See von einer guten Seite zeigten, wurde der Ruder-Club Plaue Havel schnell erreicht. Gemeinsam mit über 60 Paddlern erlebten wir einen angenehmen Abend.

 

 

 

 


In Pritzerbe gab es am nächsten Tag den ersten Zwischenstop.

Dann in Bahnitz ein Picknick. Im Gasthof Milow gab es nichts zu essen und zu trinken nur sehr schwer – Geschlossene Gesellschaft! Beim Rathenower Ruder-Club Wiking war unser Tagesziel erreicht.

 

  
Am nächsten Morgen hatte die Stadtschleuse Stromausfall, weshalb wir nach langer Wartezeit zur Hauptschleuse fahren mussten. Da es niedrigen Wasserstand gab, mussten wir wieder bis zur vollen Stunde warten. An den folgenden Schleusen war es ebenso, warten bis zur vollen Stunde! Das Essen auf dem Restaurantschiff Klapperstorch in Molkenberg entschädigte aber für die Verspätungen. Gestärkt nahmen wir die letzten Kilometer bis Havelberg in Angriff. Zwar mit 2-Stündiger Verspätung aber ohne größeren Verzögerungen sind wir wieder daheim angekommen.

Text: Axel Zehrfeld, Rudervereinigung Dessau e.V. , Foto: Holger Lohmann, Rudervereinigung Dessau e.V.