Volksstimme vom 21.06.2018: Die Ruderriege Havelberg war Gastgeberin des 6. Wanderrudertreffens Sachsen-Anhalts. 80 Gäste wurden dazu begrüßt.

Nach gut 30 Kilometern von Tangermünde aus – mit Zwischenstopp in Arneburg – passierten die Teilnehmer des 6. Wanderrudertreffens die Schleuse, wo sie von der Elbe auf die Havel wechselten und Kurs auf den Winterhafen nahmen.

 

 

    

Nach 2012 hatte sich die Ruderriege Havelberg zum zweiten Mal für die Austragung des dreitägigen Treffens beworben und konnte auf dem Vereinsgelände auf der Campinginsel über 80 Teilnehmer aus sechs Bundesländern begrüßen. Zu den Ehrengästen am Begrüßungsabend gehörten neben Havelbergs Bürgermeister Bernd Poloski auch der Präsident des Ruderverbandes Sachsen-Anhalt, Steffen Planer.

 

Das Stadtoberhaupt würdigte die vielen Aktivitäten des Vereins und erwähnte dabei die jüngsten Baumaßnahmen für den Anbau, die zum großen Teil von den Vereinsmitgliedern ausgeführt wurden. Vereinsvorsitzender Mathias Schulz lud den Bürgermeister zu einem Rundgang ein und zeigte voller Stolz, was in den letzten Monaten am Bootshaus entstanden ist. Der Präsident des Landesruderverbandes würdigte die ehrenamtliche Arbeit des Vereins mit einer Ehrenurkunde und zeichnete die Ruderkameradin Beate Gädeke für ihr Engagement im Breitensport mit der Ehrennadel in Silber aus. Für den Verein gab es dann noch eine Ehrenurkunde vom Landesverband, verbunden mit einer Prämie.

   

Dann erfolgte die offizielle Eröffnung des Treffens, zu der Mitglieder der Schützengilde Havelberg von 1849 drei Kanonenschüsse in Richtung Dom abgaben.

Im Gespräch mit der Volksstimme berichtete Beate Gädeke, dass sie vor gut anderthalb Jahren die Idee hatte, ein zweites Treffen gemeinsam mit ihren Vereinsmitgliedern und anderen Helfern zu organisieren. Es gab viele Zusammenkünfte, wo es um die Vorbereitung und Aufgabenverteilung ging. „Heute kann ich sagen, es haben alle mitgemacht und ich konnte mich auf alle verlassen.“ Nur so kann man in guter Qualität und reibungslos eine Landesveranstaltung durchführen, sagte sie und richtet an dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle, die zum Gelingen des 6. Wanderrudertreffens beigetragen haben.

Viele Helfer

Hilfe kam auch von Mitgliedern des Tangermünder Ruder-Clubs, die am Sonnabend die Versorgung beim gemütlichen Beisammensein übernahmen. Ein Dank geht auch an Mitglieder der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft aus Tangermünde, die die Ruderer von Tangermünde bis Havelberg mit einem Boot begleiteten. Reibungslos verlief auch die Durchfahrt an den Fähren in Arneburg, Sandau und Räbel. In Absprache mit den dortigen Fährmännern konnte ein zusammenhängendes Passieren erfolgen. Bei 17 Ruderbooten ist das gar nicht so einfach, so die Organisatoren.

Die Ausfahrt fand am Sonnabend statt. Hierzu fuhren die Ruderinnen und Ruderer der 17 Boote (16 Vierer und ein Einer) mit einem Bus nach Tangermünde. Von dort aus ging es dann elbabwärts 38 Kilometer nach Havelberg zurück. Einen Zwischenstopp legten die Ruderer in Arneburg ein, wo sie sich bei einem Mittagessen stärkten und den Aussichtspunkt am Burgberg besuchten. Gegen frühen Nachmittag erreichten die Ruderboote die Schleuse Havelberg, wo sie von der Elbe in die Havel wechselten. Aufgefädelt wie an einer Nadel erreichten die Wasserwanderer dann den Winterhafen, wo Ruderboot für Ruderboot vom Steg aus auf das Land gebracht wurde.

 

 

Es gab auch ein Landprogramm für Nichtruderer. Während die Ruderer auf der Elbe fuhren, radelten einige auf dem Elberadweg. Dafür entschied sich auch der Präsident des Landesverbandes. Er wollte die Landschaft einmal von der Landseite genießen.

Positive Bilanz

Herzlich begrüßt wurden alle nach der Tour vom Vereinsvorsitzenden Mathias Schulz und von Pascal Gädeke, die namentlich alle Wasser- und Landwanderer aus den verschiedenen Vereinen nannten und sie zu Kaffee und selbstgebackenen Kuchen einluden. Dies war der Auftakt zu einem gemütlichen zweiten Tag, der mit Gesprächen, Musik und Tanz bis in den frühen Morgenstunden anhielt.

   

Für eine kleine Ausfahrt entschieden sich am Sonntagvormittag noch 35 Ruderer. Mit einigen Booten ging es dabei auf der Havel in Richtung Quitzöbel zur Wehrgruppe. Am Nachmittag saßen die Mitglieder der Havelberger Ruderriege noch einmal zusammen. Sie ließen das Wanderrudertreffen ausklingen und zogen Bilanz.

Es war eine hervorragende Veranstaltung, bei der alle mit großem Engagement mitgeholfen haben. Das wichtigste dabei war, dass vom Beginn bis zum Ende alles reibungslos funktionierte, schätzen Beate Gädeke und Mathias Schulz ein. Wo das 7. Wanderrudertreffen in zwei Jahren stattfinden wird, steht noch nicht fest. Fest steht aber, dass es auf alle Fälle wieder ein Treffen geben soll. Und die Havelberger werden dann mit ihren Ruderbooten aktiv mit dabei sein, denn diesmal waren sie die Organisatoren und konnten nur ihre Ruderboote zur Verfügung stellen. Mit dem Treffen hatte sie alle Hände voll zu tun.

Text und Foto: Bernhard Maslow, Volksstimme

6. RuSA – WRT Havelberg 2018 – Fahrtbericht von Barbara Ducker, Märkischer Ruderverein Berlin

  1. RuSA – WRT Havelberg 2018

Bereits zum Jahreswechsel 2017/18 erhielt ich eine Einladung zum 6. Wanderrudertreffen Sachsen-Anhalt (kurz RuSA) in Havelberg vom 15.-17.6.2018. Dieses Treffen wurde durchgeführt von der Ruderriege Havelberg von 1909 e.V.

Das letzte Mal war ich zur BUGA 2015 in Havelberg und weil es mir so gut gefallen hat, meldete ich mich gleich an.

 

Wir ruderten entlang der Elbe von km 388-422 (Tangermünde – Räbel).

Am 15.6. ging es für mich frühzeitig in Berlin los, damit ich noch genügend Zeit hatte, Havelberg zu erkunden.

Es waren insgesamt 81 Ruderer nach Havelberg gekommen. Sie kamen aus 6 verschiedenen Bundensländern (Sachsen-Anhalt, Berlin, Brandenburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein) und 22 Vereinen.

Kurz zur Statistik:

mit  10 Teilnehmer reiste der Verdener RV an,

8           “   Bernburger RV,

7            “   HSG Rostock,

6           “    RV Dessau, Rathenower RC

5 Teilnehmer jeweils Märkischer RV, USC Magdeburg, RC Union 1861 Schönebeck, Tangermünder RV

4           “              “       Magdeburger RC, Barßeler RV,

2           “             “        Schweriner RG, Roßlauer RG, RC Alt Werder Magdeburg,

1            “            “        SV Energie Berlin, FRV,RC Wittenberg, RV Nienburg, RC Stolzenau.

(Da mir drei Vereine fehlen in meiner Aufstellung, bitte ich um Nachsicht.)

Am Freitag war der Begrüßungsabend mit Ansprachen und Diverses vom Grill.

 

 

 

 

 

 

Am Samstag sind wir mit dem Bus nach Tangermüde gefahren worden. Dort lagen bereits die fahrbereiten Boote auf der Wiese.

Anschließend ruderten wir 15 Km bis nach Arneburg. Dort war die Mittagspause und Kultur angesagt.

Wir bestiegen die dortige Aussichtsplattform und Antje erzählte uns witzige Anekdoten aus ihrer Jugend. J

Auf den restlichen 20 Elbe-KM hatten wir noch zwei Gierseilfähren zu passieren. Wir warteten ca. 1,5 km vor den Fähren auf die restlichen Boote und sind dann gemeinsam an der Fähre vorbei gerudert – schönes Erlebnis J

Ich bewunderte den Einer-Fahrer aus Rathenow. Er konnte mit der Vierer-Mannschaft aus seinem Verein mithalten. Lustig zu sehen war, dass, wenn er Durst hatte, legte er an dem Heck des Vierers an, holte eine Wasserflasche heraus, trank sie leer und legte wieder ab.

Bei der Ruderriege angekommen, erwartete uns ein riesiges Kuchenbuffet mit 17 selbstgebackenen Kuchen und Torten – einfach nur lecker. Herrlich!

Den Abend ließen wir entspannt ausklingen.

Am Sonntag trennten sich schon die Wege. Die Rathenower ruderten noch 45 km nach Hause, 8 Boote wollten noch 20 km auf der Havel rudern und die restlichen Teilnehmer führen gleich nach Hause.

Das Landprogramm bestand aus 7 Radler, die Havelberg – Arneburg – Havelberg absolvierten (50 km).

Bemerkenswert war noch das tägliche reichhaltige und komfortable Frühstück. Es wurde von den Vereinsmitglieder angerichtet.

Vielen Dank an Beate, Matthias und die vielen anderen Helfer für die schöne Zeit.

Viele Grüße und bis zum nächsten Mal,

Barbara Dunker (Märkischer Ruderverein), Text, Dirk Lenz (Fotos)

Die Ruderriege Havelberg ist am Wochenende Gastgeberin für das 6. Wanderrudertreffen Sachsen-Anhalts.

Von Freitag bis Sonntag (15. bis 17. Juni) wollen 81 Ruderer aus 22 Vereinen in Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein gemeinsam aufs Wasser gehen und angenehme Stunden in der Hansestadt Havelberg verbringen.

„Jugendliche, Männer und Frauen im Alter von 14 bis 84 Jahren steigen gemeinsam ins Boot. Darunter sind erfahrene Ruderer, die bereits fast ihr gesamtes Leben dem Rudersport treu geblieben sind, aber auch Erwachsene, die gerade erst mit dem Rudern begonnen haben“, berichtet Wanderruderwartin Beate Gädeke. „Es wird ein Treffen, dass mehrere Generationen in einem Boot‘ vereint.“

Die Havelberger Ruderer, die dieses Treffen bereits zum zweiten Mal organisieren, freuen sich, dass die Resonanz trotz der Fußball-WM, die am Wochenende dann schon voll im Gange ist, sehr großen Zuspruch erfährt.

Werbung für herrliches Ruderrevier

„Für unseren recht kleinen Verein stellt dieses Rudertreffen eine große Herausforderung dar. Alle Details wurden seit Wochen und Monaten geplant, fast alle Mitglieder stehen an diesem Wochenende helfend zur Seite. Mit der Ausrichtung dieser Veranstaltung möchten wir uns vorstellen und für unser herrliches Ruderrevier auf Havel und Elbe werben“, nennt Beate Gädeke, die selbst oft und gern im Ruderboot unterwegs ist, die Gründe für das Engagement.

Bei der Organisation haben die Vereinsmitglieder nicht nur an Ruderer gedacht, sondern auch an Ehepartner, die nicht so gern im Boot auf dem Wasser unterwegs sind. Während die Ruderer am Sonnabend in Tangermünde in 15 Boote steigen, um auf der Elbe 38 Kilometer Richtung Havelberg zu fahren, gibt es auch eine geführte Radtour „Den Ruderern entgegen“ nach Arneburg. In dem Elbestädtchen ist ein Mittags- und Kulturstopp für alle eingeplant mit dem Besuch der 30 Meter hohen Aussichtsplattform, die einen weiten Blick in die Elbaue ermöglicht. Untergebracht sind die zahlreichen Gäste teilweise in den Bungalows der Ruderriege im Domizil auf der Spülinsel und im Erlebnispädagogischen Centrum Elch.

Kanonenschuss zur Begrüßung

Für Freitagabend ist ein Willkommensgruß durch Bürgermeister Bernd Poloski und den Präsidenten des Ruderverbandes Sachsen-Anhalt, Steffen Planer, geplant. Damit die gesamte Stadt Havelberg vom Treffen hören kann, wird die Schützengilde Havelberg von 1849 anschließend einen Schuss aus ihrer historischen Kanone abfeuern. Die Abende sind dafür da, gemütlich beieinander zu sitzen und zu plaudern. Für Kuchen, Gegrilltes, Bierwagen und Musik ist gesorgt.

Die Havelberger Ruderer sind gern auf dem Wasser unterwegs und teilen ihre Freude an der schönen Wasserlandschaft mit Sportfreunden aus sechs Bundesländern.

 

Text und Foto: Andrea Schröder, Volksstimme Havelberg